Biografie
Simone Wecks (1957–2020) war eine deutsche Malerin, Grafikerin und Kunstpädagogin. Sie wurde in Leipzig als Tochter der Kunstwissenschaftlerin und Journalistin Dr. Irmtraut Wecks und des Kunstwissenschaftlers Heinz Wecks geboren. 1964 zog die Familie nach Berlin, wo Simone Wecks bis zu ihrem Lebensende ihren Hauptwohnsitz behielt.
Sie studierte Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Prof. Gerhard Kettner und erhielt Privatunterricht bei Werner Tübke. Seit den 1970er-Jahren war sie eng mit den Landschaften von Rügen, der Sächsischen Schweiz und dem Osterzgebirge verbunden, die immer wieder in ihr Werk einflossen. 1981 erhielt sie die Diagnose Multiple Sklerose – ein Einschnitt, der ihre künstlerische Sensibilität und die existenziellen Themen ihrer Arbeit vertiefte.
Neben ihrem eigenen Schaffen leitete sie Förderklassen an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, unterrichtete an Berliner Volkshochschulen und gründete 1993 ihre eigene Mal- und Zeichenschule in Berlin-Friedrichshain, die sie bis zu ihrem Tod führte und mit der sie regelmäßig Malreisen nach Rügen, ins Osterzgebirge und in die Sächsische Schweiz organisierte – auf den Spuren Caspar David Friedrichs. Ihr Werk, das Malerei, Zeichnung, Pastell und Lithographie umfasst, wurde in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen gezeigt, darunter in Berlin, Dresden, Moskau, Prag und auf der Insel Rügen. 2017 widmete ihr die Galerie Pyramide in Berlin eine große Retrospektive anlässlich ihres 60. Geburtstags.
Wichtige Impulse für ihr künstlerisches Schaffen erhielt Simone Wecks auf zahlreichen Studienreisen, die sie unter anderem nach Zentralasien, Russland, Ungarn, Frankreich, in die USA und nach Kanada führten. Späte Reisen nach Grönland und Spitzbergen erweiterten ihr Blickfeld um arktische Landschaften und Lichtstimmungen.
Simone Wecks starb 2020 überraschend in Zinnwald-Georgenfeld im engsten Kreis der Familie.